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Klinisch Psychologische und Psychotherapeutische Praxis
Dr. Mag. Susanne Glantschnig

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0664 123 0 777
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Sterneckstraße 10
A-9020 Klagenfurt
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Traumatherapie

Die Psychologin - Traumatherapie

 

50 – 90 % der Bevölkerung machen im Laufe ihres Lebens mindestens eine traumatische Erfahrung. Diese ist beispielsweise ein tatsächlicher oder drohender Tod, eine ernsthafte Verletzung bzw. eine Gefahr der körperlichen Unversehrtheit der eigenen Person oder anderer Personen. Aber nicht nur eigenes Erleben, sondern auch Zeuge dessen zu werden – und unter Umständen auch nur davon zu hören – kann traumatisieren.

Beispiele von potenziell
traumatisierenden Ereignissen:

Verkehrs- und Naturkatastrophen

Schwere Unfälle

Krankheiten, Operationen, Diagnosemitteilungen

Gewalterlebnisse wie sexuelle und aggressive Misshandlung, Vergewaltigung, Gewaltverbrechen, Folter, Kidnapping, Raubüberfälle, Gewalt in der Familie; bei Kindern schwere (emotionale) Vernachlässigung

Plötzliche Verluste vertrauter Menschen und sozialer Sicherheit

Kriegshandlungen

Zeugenschaft solcher Ereignisse

Posttraumatische
Belastungsstörung (PTBS)

  • Symptome sind Intrusionen, wie:
  • Bilder
  • Flashbacks
  • Zwanghaftes Erinnern
  • Albträume
  • Vermeidung:
  • Phobische Vermeidung von Ereignis „Triggern" (von Orten, Gedanken, Gefühlen die mit dem Trauma zu tun haben)
  • Übererregung:
  • Herzrasen, Atemnot, Beklemmungen
  • Unruhe, Schwindel
  • Übersteigerte Wachsamkeit (Vigilanz)
  • Die Folgen können u.a. sein:
  • Schlafstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Panikattacken
  • Depressionen
  • Soziale Isolation
  • Kraftlosigkeit, Leistungsversagen
  • Schmerzen, Taubheits- und Starreempfindungen
  • Emotionale Empfindungslosigkeit
  • Dissoziative Phänomene (u.a. amnestische Lücken)
  • Andere Körpersensationen („somatische Störungen")
  • Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch

Was ist Traumatherapie?

Traumatherapie beinhaltet ein sehr strukturiertes Gesamtbehandlungskonzept, welches den Besonderheiten von Traumafolgekrankheiten Rechnung trägt. Ein hoher Prozentsatz der Traumaarbeit ist nicht die unmittelbare Auseinandersetzung mit den Inhalten des Traumas.

Was ist EMDR?

Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) ist eine von Dr. Francine Shapiro 1987-1991 entwickelte relativ neue Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung und gilt als eines der nachweislich effektivsten Verfahren.

Bei EMDR wird eine bilaterale Stimulation (abwechselnde Stimulierung der rechten und linken Gehirnhälfte durch taktile Stimulation (Berührungen) oder akustische Signale) durchgeführt, wodurch die Gefühle neu abgespeichert werden können.

EMDR ist eine Methode, welche bei richtiger Indikation und Durchführung, deutlicher und schneller Wirkung zeigt als andere Verfahren. Für einen bestmöglichen Einsatz sind ein eigenes traumaspezifisches und psychotraumatologisch fundiertes Behandlungskonzept sowie einschlägige klinische Erfahrung unbedingt vonnöten.

Was ist Brainspotting?

Brainspotting wurde 2003 vom New Yorker Psychoanalytiker Dr. David Grand aus dem EMDR heraus entdeckt und entwickelt. In den letzten Jahren wurde es zu einer bedeutsamen Methode im Bereich der Traumatherapie.

Im Brainspotting wird der innere Zugang zu dem traumatisierenden Erlebnis über die äußere Blickrichtung des Klienten sehr präzise gesteuert. Mit Brainspotting ist daher eine sehr genaue und behutsame Traumaverarbeitung möglich. Es ist eine sehr fokussierte Behandlungsmethode, um die neurophysiologischen Quellen emotionalen und körperlichen Schmerzes zu lösen und zu verarbeiten. Die Gefahr einer Überflutung des Klienten ist durch die Möglichkeit gebannt, jederzeit zwischen Ressource und Aktivierung zu wechseln.

Brainspotting ist eine integrative Methode, welche in ein Psychotherapiekonzept eingebunden wird.